Fuck the Sytem
Die Wirtschaftskrise aus Sicht der Jugendlichen
Ich kenne einige betroffene Jugendliche, die durch Kurzarbeit einen Rückgang ihres Gehaltes hinnehmen müssen. Gott sei Dank sind dies aber in Summe sehr Wenige und betreffen nur die Industrie. Die einzelnen Schicksale sind für die Betroffenen bestimmt eine Herausforderung und nicht schön zu reden. Dennoch zeigt die Krise bei den Meisten noch keine Auswirkungen. Wo die Wirtschaftskrise aber auch in unserer Region ersichtlich ist, ist die Lehrstellensuche. Dabei ist Vermutungen zu Folge ein Anstieg von nicht „vermittelbaren Jugendlichen“ zu erwarten.
Konzepte zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit werden laufend erneuert. So wird zum Beispiel durch das „Jobcoaching-Modell von Jugendlandesrat Viktor Sigl versucht, der Arbeitslosigkeit entgegenzuwirken. Aus meiner Sicht sollte man die gegenwärtige Krise nutzen, um das System grundsätzlich zu hinterfragen und anschließend zu ändern. Mein Ansatz dazu im nächsten Absatz.
Kampfansage dem Kapitalismus als Erfolgsrezept gegen die Krise?
Ich als bekennender Rock/Metal-Fan kenne eine Vielzahl sehr links motivierter Musiktitel. In dieser Musik ist oft von einem Kampf gegen das vorherrschende System des Liberalismus und somit des Kapitalismus die Rede. Wir sollten uns daher zuerst selbst die Frage stellen: „Was ist Kapitalismus? Bin ich auch ein Kapitalist?“, ausgehend von dem Gedanken, dass auch ich vom Besitz zum Beispiel eines Autos, Hauses oder ähnlichem träume. Jeder, sofern er etwas besitzt, und dies ist einmal ein von unserer Gesellschaft unumstrittenes Bedürfnis, ist in gewissem Maße Kapitalist. Was ist jetzt so falsch daran, ein Kapitalist zu sein?
Meiner Meinung nach geht es um den Umstand wie der Kapitalismus entsteht. Entsteht er durch Ausbeutung von Mitmenschen? Oder durch das eiserne Ansparen auf eines von mir immer schon gewünschten Produktes? Beute ich die Natur aus, um meinen Profit zu erhöhen? Oder versuche ich im Einklang mit der Natur zu wirtschaften und zu leben? Was ich hiermit sagen will, ist in erster Linie dem Neo-Kapitalismus, also der reinen Marktwirtschaft den Beigeschmack von Ökologie (Umweltschutz) und Sozialität (Nächstenliebe) zu verleihen und so zur Ökosozialen-Marktwirtschaft zu gelangen. Dies sind zwar scheinbar nur kleine Veränderungen, würden aber global angewendet einen großen Schritt in Richtung mehr Gerechtigkeit ausmachen.
Vieles ist im Leben nicht so leicht zu beantworten, aber eins wird dabei immer wieder ersichtlich, nur zu singen, „Fuck the system“, oder zu sagen „wir zahlen nicht für eure Krise“, ist vermutlich nicht die Lösung dieses Problems.
Autor: Johannes Hörtenhuber, Obmann JVP
erschienen im MyBox-Magazin Ausgabe Mai 2009
Some Kind of Monster
Migration als Godzilla der Gesellschaft?
Godzilla entstand im Film von Roland Emmerich durch radioaktive Strahlung. So gesehen also durch den Menschen verursacht. Die Staatsbevölkerung in Österreich wird auch durch den Menschen gesteuert, die Politik sitzt also an den Hebeln, das Gleichgewicht der Gesellschaft zu halten und der zukünftigen Generation die Basis des Staates zu sichern, die Bevölkerung.
Meiner Meinung nach muss bei der Gestaltung der Gesellschaft auf zwei Dinge geachtet werden. Zum einen ist das Verhältnis von Jungen und Alten Menschen (Demographische Entwicklung) zu beachten. Der Zweite Punkt, die Zuwanderung ist sehr stark mit der Demographie verbunden, da Zuwanderer ein Durchschnittsalter von rund 30 Jahren aufweisen. Sie sind deshalb für den Sozialstaat wichtig, um das momentane System zu erhalten. Eine wichtige Überlegung an den Schalthebeln zur Zuwanderung ist meiner Meinung nach aber auch der Umstand, die Gruppe der Zuwanderer überschaubar zu lassen. Den sobald hier eine gute Integration nicht mehr gegeben ist, muss man die Bremse ziehen, um nicht als Gesellschaft selbst unter die Räder zu kommen. Den läuft dieser Zug einmal in die falsche Richtung, wird es ein schweres diese Träge Maschine wieder zu stoppen.
Integration - Der Weg zum Ziel für ein positives Österreich!
Integration heißt der zentrale Schlüssel der Zukunft, da bin ich mir ganz sicher. Gerade Staatsbürger mit anderen kulturellen Wurzeln müssen sich in unser Gesellschafts und -Kultursystem einleben um allesamt eine gute Gemeinschaft zu sein. Vergleicht man dies mit der Biologie, so sieht man zum Beispiel am Thunfischschwarm das der nur überleben kann, wenn alle in dieselbe Richtung schwimmen. Würde ein Fisch dort nicht integriert sein, wäre er einen raschen Tod durch einen Raubfisch ausgesetzt. Würden mehrere so handeln, wird die Gruppe immer kleiner, bis Schlussendlich die Gruppe selbst als „Häppchen“ dient.
Sprachliche Frühförderung als ein weiteres Beispiel ist unumgänglich gerade bei Kindern aus Zuwanderungsfamilien. So ist es wissenschaftlich erwiesen dass eine gut erlernte Muttersprache Grundvoraussetzung für eine Fremdsprache ist. Wie sollte man auch den Begriff „Beispiel“ im Englischen übersetzen und verstehen können, wenn man diesen Begriff nicht einmal auf Deutsch versteht? Genauso ist es wichtig, auf eine, ganz egal welche Muttersprache Rücksicht zu nehmen, und diese den Kindern beizubringen. Somit könnte man zusammenfassend sagen, Godzilla ist vermeidbar, wenn menschlich und bedacht an erster Stelle steht und die einfachen Lösungen nicht gleich propagiert sondern hinterfragt werden.
Autor: Johannes Hörtenhuber, Obmann JVP